Montag, 29. September 2008

Marmelos biologicos

Einer unserer Nachbarn hat mir Bioquitten geschenkt.



Bio bedeutete hier, dass die Quitten voller Wurmlöcher waren. Wo allerdings die Würmer selber hin sind ist mir ein Rätsel. Hoffentlich haben sie es sich nicht inzwischen irgendwo in meiner Wohnung gemütlich gemacht.

Die Quitten wurden nach folgendem Rezept zu Quittengelee und 'Marmelada' (Quittenbrot) verarbeitet.




Zubereitung Quittengelee:
Quitten mit Wasser und einer Gemüsebürste gut säubern, damit der Flaum abgeht. Danach
in Stücke schneiden, Stielansätze und Blüten abschneiden. (Eigentlich soll man das Kerngehäuse mitkochen, aber darin hatten die Würmer zu sehr gewütet und ich habe es rausgeschnitten)
Quitten in Wasser leise weichköchlen.
Danach den Obstbrei über Nacht abtropfen lassen.
Die abgetropfte Menge Saft abmessen. Auf 1 Liter Saft 1 Päckchen Pektin (Pectigel) einrühren und eine Minute kochen, dann 700g Zucker dazu und weitere 5 Minuten aufkochen lassen. Ein bisschen Gelee auf einen kalten Teller geben und prüfen, ob es gleich fest wird, wenn nicht noch etwas länger kochen lassen.
Dann das Gelee in saubere, kalt ausgespülte Gläser füllen und noch heiß
verschließen. Das Glas für einige Minuten auf den Kopf stellen.



Zubereitung Quittenbrot:
Aus den im Sieb verbliebenen Resten der Früchte wird Quittenbrot
hergestellt.
Fruchtreste durch die 'flotte Lotte' drehen, so daß nur das, wie dunkles
Apfelmus aussehende Fruchtmus ohne Kerne übrigbleibt.
Die Menge mit Zucker aufwiegen und einkochen, ca. ½ - ¾ Stunden, dabei ständig rühren, damit nichts anbrennt. Danach die dicke dunkle Paste in eine mit Pergamentpapier ausgelegte Kastenkuchenform oder in kleinere Glasschüsseln streichen.
Die Masse muss einige Tage trocknen bevor man sie anschneiden kann.

Donnerstag, 25. September 2008

Blumenduft beim Rundendrehen

Seit Anfang September geht Johannes wieder zum Training und ich dreh in der Zeit meine Runden.
Auch wenn langsam der Herbst hier Einzug hält stehen noch viele Bäume und Büsche in Blüte und duften zum Teil herrlich, wenn man dran vorbei kommt.
Hier eine kleine Auswahl.











Mittwoch, 24. September 2008

Schokolade

Mit 6,7 Gramm dunkler Schokolade am Tag schützt man das Herz-Kreislauf-System haben italienische Forscher jetzt herausgefunden. Weiteres kann man hier nachlesen. Somit kann ich weiterhin ruhigen Gewissens ein bis zwei Stückchen dunkle Schokolade nach dem Abendessen naschen.

Sauerkraut-Quiche

Nachdem ich ein Stück auf Johannes Teller gelegt hatte: "Ich mag kein Sauerkraut. Aber ich muss das trotzdem essen."

Richtig erkannt mein Sohn!

Dienstag, 23. September 2008

Chaplin in Pictures

Die gleichnamige Ausstellung, die im Rahmen des Village Art Festivals in Lissabon zu sehen ist, haben wir am Wochenende besucht. Bei unserer Ankuft begrüssste uns der junge Mann an der Kasse mit den Worten "Der Besuch der Ausstellung kostet aber was". Ja, meinten wir, davon sind wir ausgegangen. Anscheinend war er das nicht gewohnt, denn er meinte, dass etliche Leute, die die Ausstellung sehen wollen denken sie sei kostenlos. Wenn sie dann hören, dass es 5 € Eintritt kostet ziehen sie unverrichteter Dinge wieder ab. Wir wollten aber wirklich Eintritt zahlen und anscheinend hatte der junge Mann Mitleid mit uns. Er liess jedenfalls den 10-jährigen Johannes als 8-jährig durchgehen und somit ohne Bezahlung rein.

Die Ausstellung ist noch bis zum 4. Oktober im Palácio Pombal, Rua de Alecrim, in der Nähe des Chiado zu besichtigen. Schon allein der Palast ist sehenswert.

Es werden viele Fotos aus dem Archiv der Familie Chaplin gezeigt und etliche Filmausschnitte. Wir haben uns amüsiert und viel gelacht. Der Mann war einfach genial.
Weitere Infos auf portugiesisch gibt es hier.

Montag, 22. September 2008

Herbst

So zeigte sich heute morgen auch das Wetter. Es war neblig, richtig neblig. Als ich über die Autobahn fuhr kam ich mir vor wie in Deutschland.
Inzwischen hat es aber schon wieder aufgeklärt und auch die Sonne ist zu sehen. Ich bin halt doch nicht in Deutschland sondern in Portugal.

Samstag, 20. September 2008

Mamma Mia

Einen unterhaltsamen Kinonachmittag hatte ich heute mit dem Film Mamma Mia
JF meinte, das wäre nichts für ihn und hat sich derweil einen anderen Film angesehen. Johannes war zwar der Meinung, es wäre wohl eher ein Mädchenfilm, er wollte mich dann aber trotzdem begleiten.
Der Film hat ihm so gut gefallen, dass er nach dem nach Hause kommen gleich nach der Musik von Abba im Internet suchte. Und dann lief hier Gimme Gimme Gimme, Take a chance on me, Dancing Queen, The Winner takes it all ...
Schon witzig, wenn der zehnjährige Sohn nach der Musik tanzt, die die Mama im Teeniealter gut fand.

Freitag, 19. September 2008

Bushaltestelle und andere T-Shirts

Der Sohn einer deutschen Bekannten liebt die alten portugiesischen Bushaltestellenschilder Paragem. Damit er sie zu Hause auch vor Augen, oder besser vor der Brust haben kann, habe ich meiner Bekannten dieses T-Shirt empfohlen.
lup bietet neben den bekannten portugiesischen Motiven wie dem Hahn von Barcelos, Lissaboner Strassenbahn oder Taxi auch die hier allseits geliebte Sardine, den Bacalhau oder Tremoço (Lupinenbohne) auf T-Shirts an.
Die wohl in Deutschland eher unbekannte Lupinenbohne essen die Portugiesen gerne zum Bier am Nachmittag. Touristen versuchen Tremoços oft mit der Schale zu essen, was die Portugiesen sehr amüsiert. Dabei ist es mit etwas Geschick ganz einfach beim Abmachen der Schale den Tremoço in den Mund flutschen zu lassen.

Mittwoch, 17. September 2008

Marmelos biologicos

Einer unserer Nachbarn hat mir Bioquitten geschenkt.



Bio bedeutete hier, dass die Quitten voller Wurmlöcher waren. Wo allerdings die Würmer selber hin sind ist mir ein Rätsel. Hoffentlich haben sie es sich nicht inzwischen irgendwo in meiner Wohnung gemütlich gemacht.

Die Quitten wurden nach folgendem Rezept zu Quittengelee und 'Marmelada' (Quittenbrot) verarbeitet.




Zubereitung Quittengelee:
Quitten mit Wasser und einer Gemüsebürste gut säubern, damit der Flaum abgeht. Danach
in Stücke schneiden, Stielansätze und Blüten abschneiden. (Eigentlich soll man das Kerngehäuse mitkochen, aber darin hatten die Würmer zu sehr gewütet und ich habe es rausgeschnitten)
Quitten in Wasser leise weichköchlen.
Danach den Obstbrei über Nacht abtropfen lassen.
Die abgetropfte Menge Saft abmessen. Auf 1 Liter Saft 1 Päckchen Pektin (Pectigel) einrühren und eine Minute kochen, dann 700g Zucker dazu und weitere 5 Minuten aufkochen lassen. Ein bisschen Gelee auf einen kalten Teller geben und prüfen, ob es gleich fest wird, wenn nicht noch etwas länger kochen lassen.
Dann das Gelee in saubere, kalt ausgespülte Gläser füllen und noch heiß
verschließen. Das Glas für einige Minuten auf den Kopf stellen.



Zubereitung Quittenbrot:
Aus den im Sieb verbliebenen Resten der Früchte wird Quittenbrot
hergestellt.
Fruchtreste durch die 'flotte Lotte' drehen, so daß nur das, wie dunkles
Apfelmus aussehende Fruchtmus ohne Kerne übrigbleibt.
Die Menge mit Zucker aufwiegen und einkochen, ca. ½ - ¾ Stunden, dabei ständig rühren, damit nichts anbrennt. Danach die dicke dunkle Paste in eine mit Pergamentpapier ausgelegte Kastenkuchenform oder in kleinere Glasschüsseln streichen.
Die Masse muss einige Tage trocknen bevor man sie anschneiden kann.

Hausarbeit ist anstrengend

"Ich hab Bauchweh" war heute die Begrüssung, als ich Johannes wecken wollte. Na fein, dachte ich, wird wohl ein verspäteter Arbeitsanfang. Tee und ein bisschen Essen brachten keine Besserung, Bauchweh und Brechreiz bestanden nach wie vor. So machten wir uns auf zum Arzt. Der schickte uns nach kurzer Untersuchung wieder nach Hause. (Magen-Darm-Virus ist hier mal wieder am Kreisen)
Während Johannes zurück ins Bett ging und sich mit Lesen vom Bauchweh ablenken wollte, hatte ich also Zeit Staub zu wischen, die Teppiche zu saugen und noch so einige Hasuarbeiten zu verrichten.
Puh, nun bin ich müder als an einem gewöhnlichen Arbeitstag.


Nachtrag: Könnte natürlich auch sein, dass mir der 'Nach-dem-Mittagessen-Espresso' fehlt. Aber der wird jetzt nachgeholt! Ich sage nur 'delta'

Sonntag, 14. September 2008

Eier

sind angekommen.
Vielen lieben Dank an Frau Mutti!



Ich bin gespannt, ob bald so was schlüpfen wird.

Samstags im September

Diesmal warern wir fast alleine am Strand.






Oder besser gesagt, die Möwen und wir.










Man muss allerdings dazu sagen, dass es etwas kühl war.


Dafür war es am Sonntag wieder richtig warm, und entsprechend voll war es dann auch.
Besonders aufgefallen ist mir ein junger Mann (vielleicht 14), der mit seinen Eltern erschien, die sich am Strand mit etlichen anderen Leuten getroffen haben. Er kam an mit einer Kapuzenjacke und einem Handy in der Hand, das laut Musik in schlechter Qualität von sich gab. Zur Begrüssung wurde das dröhnende Teil aber nicht etwa leiser gemacht. Zum Glück machte er sich dann aber gleich auf zu einem Strandspaziergang, so konnte er die anderen Strandbesucher mit seiner Musik belästigen.

Freitag, 12. September 2008

Festival de Cinema Israelita

Heute beginnt das 'Festival de Cinema Israelita' im Kino CinemaCity des Campo Pequeno.
Dort werden bis zum 17. September israelische Filme gezeigt, die bisher weder hier im Kino noch auf DVD zu sehen waren.
Die Filme laufen im Original mit englischen Untertiteln.

Als Eröffnungsfilm läuft heute The Band's Visit von Eran Kolirin. Ein ägyptisches Polizeiorchester fährt nach Israel, um dort bei der Eröffnungsfeier des arabischen Kulturzentrum in Petach Tikva zu spielen. Nachdem die Männer am Flughafen nicht abgeholt werden machen sie sich alleine auf den Weg. Allerdings landen sie wegen einer kleinen Verwechslung des Buchstabens 'B' und 'P' in der falschen Stadt. Da sie den letzten Bus zurück verpassen, müssen sie dort eine Nacht verbringen.

Weitere Filme, die auf dem Programm stehen sind Restless von Amos Kollek, Lemon Tree von Eran Riklis, Lost Islands von Reshef Levy, Wild Dogs von Arnon Zadok und Noodle von Ayelet Menahemi.

Donnerstag, 11. September 2008

Wundern

muss man sich nicht, wenn man sich am Strand gut eincremt, dabei aber Gesicht und Hals vergisst und abends genau an diesen Körperteilen rote Stellen entdeckt.
Besonders schusselig daran, man hatte die Anderen noch extra ans Eincremen von Gesicht und Hals erinnert.

Mittwoch, 10. September 2008

Immer wieder nett

ist es Internetbekanntschaften auch im richtigen Leben kennenzulernen.

Gestern war ich mit ihr verabredet. Wir haben uns prächtig unterhalten, allerdings auf deutsch und nicht auf portugiesisch, obwohl sie doch gerade einen Portugiesischkurs hier in der Hauptstadt absolviert.

Montag, 8. September 2008

ALLGARVE

Über diesen Werbeslogan für die Algarve hatten sich schon letztes Jahr einige meiner Kollegen aufgeregt.
Aber es ist nicht abzustreiten, dass Teile der Algarve in den Sommermonaten voll in englischer Hand sind.
Wir waren übers Wochenende in Albufeira, und dort hörte man mehr englisch auf der Strasse als portugiesisch. Die meisten Restaurant priesen ihre Speisen nur in englisch an, in den Bars wurden nur die englischen Fussballspiele gezeigt etc.
Entsprechend viele krebsrote Engländer sah man dann auch nachts völlig betrunken durch die Strassen torkeln. Kein Wunder, da sie doch schon um die Mittagszeit mit Paletten voller Dosenbier Richtung Strand sind. So muss Urlaub schön sein.



Als wir am Samstag morgen aufstanden regnete es, und wir hatten uns auf ein Strandwochenende gefreut. Aber nach dem Frühstück hörte es auf zu regnen und wir machten uns auf zu einem Strandspaziergang.








Nachmittags schien dann sogar die Sonne.

Mittwoch, 3. September 2008

Rot - Grün

Da wir vor kurzem in der deutschen Hauptstadt waren, laufen jetzt auch in Lissabon einige Personen mit solchen T-Shirts rum.
Die Förmchen kamen noch nicht zum Einsatz. Da aber in deutschen Supermärkten schon Weihnachtsgebäck angeboten wird, wie ich bei ihr lesen konnte, werde ich wohl auch bald die ersten Plätzchen backen.

Dienstag, 2. September 2008

Alt aber nicht altmodisch

Heute habe ich einen Pulli an, der sicherlich schon etwa 30 Jahre alt ist.
Gestrickt für mich von meiner Mutter und deren Nachbarin aus dünner Baumwolle in einem satten Gelb. Er ist in einem Lochmuster gestrickt, genau das Richtige also für die etwas kühleren Sommertage. Der Pulli sieht aus wie neu. Qualitativ hochwertige Wolle macht sich also doch bezahlt.
Ich denke mal, dass dies das älteste Kleidungsstück ist, das ich in meinem Schrank habe.