Montag, 26. Oktober 2015

Doclisboa mit Planänderungen

Am Donnerstag begann das Filmfest Doclisboa.

Im Vorfeld kaufte ich Fünfer-Voucher, die ich auch gleich gegen Eintrittskarten der ausgesuchten Filme eintauschte. Mein Augenmerk hatte ich, wie eigentlich jedes Jahr, auf die Abteilung Heart Beat gerichtet.

Donnerstag sahen wir Frank Zappa, Phase II The Big Note von Frank Scheffer. Ich muss zugeben, dass ich in den 70-gern recht wenig an Zappas Musik interessiert war. Im Nachhinein eigentlich sehr schade, der Mann war wirklich ein Genie!

Freitag abend, auf besonderen Wunsch von Johannes, gings ins Cinema São Jorge. Es gab den Film Daft Punk Unchained von Hervé Martin-Delpierre. Ganz interessant, denn eigentlich wusste ich sehr wenig über die beiden Behelmten. So habe ich zum Beispiel gelernt, dass die Musik ihrer ersten Band als daft punky thrash kritisiert wurde, was sie dann später als Namen ihres neuen Projektes aufgriffen. Der Film ist aber kaum mehr als eine Webekampagne für die Gruppe.

Für Samstag hatten wir auch schon Karten, zwei weitere Filme von Frank Scheffer standen auf dem Programm, In the Ocean (in dem Film geht es um Steve Reich, Brian Eno, Louis Andriessen, Philip Glass und Bang on a Can) und Sonic Acts (Dokumentarfilm über die Avantgarde der elektronischen Musikszene mit Karlheinz Stockhausen, Pierre Henry, John Cage, Michel Waisvisz, Merzbow, Squarepusher und DJ Spooky).
Gänzlich unterwartet flatterte die Einladung von Freunden ins Haus, ein Wochenende mit ihnen im Alentejo zu verbringen. Es war möglich die Tickets umzutauschen, so konnten wir uns Samstag morgen Richtung Süden aufmachen. Das Wetter war zwar durchwachsen, Samstag regnete es recht viel, aber am Sonntag konnten wir sogar draussen zu Mittag essen.


Herbststimmung im Alentejo

Vier ganz Mutige sah ich im Meer!
Herbstlicher Pac-Man
Regenwolken
Apfel-Streusel-Kuchen zum Kaffee
Pilze auf Zapfen
Sieht aus wie ein Kuhfladen, ist aber ein Pilz
Warten auf die Wäsche


Sonntag abend nach dem Fussballspiel Benfica gegen Sporting (0:3) traten wir den Heimweg an. So kamen wir rechtig zum Film The One All Alone von Frank Scheffer über Edgard Varèse und seine Musik in Lissabon an.


Montag, 19. Oktober 2015

Zähne, Restaurants, Konzert und Kino

Diese Woche standen gleich zwei Zahnarztbesuche an. Aber es ist immer noch nicht so, wie Zahnärztin und ich es haben wollen. Also wurde ein neuer Termin gemacht. Auch der wird nicht der letzte sein.

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Donnerstag war ich beim Konzert von Oy Division im Grande Auditório des Culturgest.
Die Klezmerband spielte richtig gut, es dauerte aber eine Weile, bis sich die Portugiesen von den Stühlen erhoben. Der Saal war vielleicht auch nicht so ganz der richtige Ort für ein Konzert, bei dem man eigentlich mittanzen soll/kann. Zum Schluss standen dann aber so gut wie alle und klatschten mit.



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Freitags waren wir mit Freunden im Restaurant Tasca da Esquina in Campo de Orique zum Essen.
Wir wählten das Vier-Gang-Überraschungsmenü und wurden nicht enttäuscht. 


Samstag war ein Kinobesuch geplant. Es läuft hier gerade der Film Johnny Guitar von Nicholas Ray aus dem Jahre 1954. Ich glaube, ich habe den Film vor langer Zeit mal im TV gesehen, auf großer Leinwand ist das aber ein ganz anderes Erlebnis.





Nach der Vorstellung hatten wir Hunger und aßën im nahe gelegenen Restaurant sessenta zu Abend.
Wir bestellten von der Karte der Lisboa RestaurantWeek. Das Essen schmeckte gut, nur der Nachtisch, Delicia de chocolate e avelã, war mir etwas zu süß.

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Die Festa do Cinema Francês ging am Sonntag zu Ende. Ich habe es gerade noch geschafft den Abschlussfilm Marguerite zu sehen. Catherine Frot spielt ganz hervorragend diese Marguerite Dumont, deren Gesang nicht gerade ein Ohrenschmaus ist ;-)

Der Film basiert auf der wahren Geschichte der amerikanischen Sopransängerin Florence Foster Jenkins, die bei ihren Gesangsauftritten weder Ton noch Rhythmus fand.





Dienstag, 13. Oktober 2015

Woche 41

Dienstag vormittag durfte ich mal wieder bei meiner Zahnärztin vorbeischauen. Diese "Zahnarbeit" zieht sich ganz schön in die Länge. Begonnen wurde mit der Prozedur schon im Februar. Die Feinabstimmung hats aber jetzt in sich.

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Für die Vorpremiere von Black Mass, die Dienstag abend stattfand, hatte ich Karten gewonnen. Johnny Depp spielt den Gangster James "Whitey" Bulger, der in den 70-ger Jahren South Bosten sein Unwesen trieb. In der Rolle des Whitey ist er kaum wiederzuerkennen, auch seine nervigen Ticks aus den Piratenfilmen kamen hier zum Glück nicht zum Einsatz. Mir hat der Film gut gefallen.



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Donnerstag war Beginn des französische Filmfest Festa do Cinema Francês. Leider bekam ich keine Karten für den Eröffnungsfilm im Cinema São Jorge, denn es wurden keine im freien Verkauf angeboten, alles lief über Einladungen. Unsere Firma trat aber dieses Jahr nicht als Sponsor auf und meine "Connection" zu diesem Festival arbeitet inzwischen woanders.

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Freitag abend probierten wir ein für uns neues Restaurant aus, Horta dos Brunos. Etwas gewöhnungsbedürftig, wenn der Chef meint, er wisse schon, was uns schmecken könnte. Immerhin hat er uns die Wahl der Farbe des Weines überlassen. Wir wählten rot und serviert wurde Foz Torto, ein Rotwein aus der Douro Region, den wir noch nicht kannten.
Sowohl Wein als auch Essen schmeckten sehr gut. Das Schweizer Ehepaar am Nachbartisch, mit dem wir ins Gespräch kamen, war ebenso begeistert wie wir.


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Samstag regnete es fast den ganzen Tag und entsprechend wenig motiviert waren wir etwas zu unternehmen.



Wir rappelten uns aber immerhin zum Abendessen ins chinesische  Restaurant Grande Palácio Hong-Kong auf. Dort waren, wie zu erwarten, viele chinesische Gäste anwesend. Es schmeckte alles sehr lecker, ganz besonders die Dim Sum.

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Sonntags regnete es immer noch. Wir hatten Karten fürs Konzert von  La Luz im Casa Independente reserviert, so machten wir uns trotz schlechtem Wetter auf den Weg und haben es nicht bereut. 




Das Konzert war ausverkauft. Die Damenband aus Seattle (Shana Cleveland - guitar, Marian Li Pino - drums, Alice Sandahl - keyboard, Lena Simon - bass) spielte Songs aus ihrem neues Album Weirdo Shrine.




Nach dem Konzert hatten wir noch Zeit ein Glas Wein zu trinken im Casa Independente, dann machte der Laden aber auch schon zu.






Montag, 5. Oktober 2015

Mars - Saxophon - Konzert Maria Matos - Quitten - Wahlen

Die Woche zusammengefasst:

Montags The Martian in 3D. Johannes hatte Karten für die Preview gewonnen, konnte aber nicht hingehen., So kamen JF und ich in das Vergnügen. Der Film ist witzig und unterhaltsam.



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Mittwoch gabs in der Deutschen Evangelischen Kirche in Lissabon ein Konzert mit dem Sonora Saxonphonquartett. Das Repertoire reichte von Bach bis Gershwin. Die vier jungen Damen spielten sehr gut, aber leider war nicht viel Publikum anwesend.


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Donnerstag abend dann ein Konzert im Theater Maria Matos, es spielten  RODRIGO AMADO MOTION TRIO & MATTHEW SHIPP. Da ging richtig die Post ab, ein sehr gutes Konzert.

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Am Wochenende musste ich mich endlich um die Quitten kümern, die ich von der Reise letztes Wochenende mitgebracht hatte. Ich habe diese zu Marmelada (Quittenmus) und Quittengelee verarbeitet. Die Marmelada wurde schon gekostet und für gut befunden.




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Parlamentswahlen standen am Sonntag in Portugal an. Die bisher regierende Koalition PaF (Portugal a Frente) der beiden konservativen Parteien hat zwar die meisten Stimmen bekommen, wird aber keine Mehrheit im Parlament haben. Mal sehen, wie das jetzt weitergeht. Zum ersten Mal konnte die Tierschutzpartei einen Sitz im Parlament erlangen.


Wahllokal